Weihnachten 2010
Noch gut ein Jahr.
Bis Weihnachten 2010 muss ich noch die antihormonelle Therapie machen. Danach, so haben meine Ärztin und ich beschlossen, ist es gut. Wenn ich dann noch hormonell aktiv bin, soll es eben so sein.

Gestern bei der Untersuchung hat sie tatsächlich ein kleines Follikel im linken Eierstock entdeckt. Trotz Zoladex. Deswegen hat sie mir Blut abgenommen zwecks Bestimmung des Hormonstatus. Das hätte man ja eigentlich auch schon letztes Jahr machen können. Egal, jetzt wird es gemacht. Ich war wieder einmal nicht sehr freigebig mit meinem Blut, daher dauerte es länger, der erste Pieks brachte nichts, und nach einer Weile wurde mir dann doch etwas komisch zumute. Mit vereinten Kräften verfrachtete man mich ins CTG-Zimmer auf die Liege, und ich bekam Wasser zu trinken und Gummibärchen zu essen.

Hach ja, das CTG-Zimmer.... Meine Gedanken flogen in die Vergangenheit - vor 9 Jahren lag ich in diesem Zimmer zu dem eigentlichen Zweck - CTG Schreiben.

Nun bin ich gespannt auf den Hormonstatus. Dauert allerdings 10 Tage, bis das Ergebnis da ist. Aber was mache ich, wenn das Ergebnis zeigt, dass die Hormone zu hoch liegen? Muss ich dann die Zoladexspritze häufiger bekommen? Nun ja, bisher waren durchaus mal mehr als 4 Wochen zwischen den Spritzen, vielleicht sollte ich da mal etwas mehr Disziplin an den Tag legen. Daher habe ich gleich den Termin fürs nächste Mal festgemacht.
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Pink
Brustkrebs-Schleife

Vorsorge ist besser als heilen!
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Gespräch mit Onkologin
Für den Termin mit der Onkologin habe ich meinen Arbeitstag unterbrochen. Es wurde eine lange Unterbrechung, aber ich bekam auch neue Erkenntnisse, wenn auch weniger erfreuliche.

Bei Frauen mit hormonabhängigem Brustkrebs bestehe auch ein erhöhtes Risiko für Eierstockkrebs. Deshalb sei es durchaus ratsam, sich für die Entfernung der Ovarien zu entscheiden. Es gibt auch die Möglichkeit einer genetischen Untersuchung. Hierzu kann man erst einmal eine Beratung in Anspruch nehmen und danach überlegen, ob man eine solche Untersuchung machen möchte. Das Ergebnis einer genetischen Untersuchung kann durchaus belastend sein. Vor allen Dingen kann das Ergebnis auch Bedeutung für Geschwister und Kinder haben. Meine Fragen in dieser Richtung hat sie allerdings etwas abgebogen, man solle erst einen Schritt nach dem anderen tun. Nun, ich bin nun mal jemand, der sofort die Gedanken weiterspinnt und fragt, was wäre wenn.

Desweiteren rät sie mir zu einer Knochendichtemessung, da die Antihormontherapie die Gefahr für Osteoporose erhöht. Das wusste ich ja schon, aber bisher habe ich davor keine Angst gehabt, da ich das Gefühl habe, stabile Knochen zu haben. Nie hatte ich einen Knochenbruch (abgesehen von dem einen Zeh, von dem aber der Arzt damals sagte, er sei nicht gebrochen - nur warum ist er jetzt krumm?) Nun, ich denke, dass eine solche Untersuchung trotzdem ratsam ist, einfach um vielleicht festzustellen, wie es jetzt ist, und wie es nach weiteren 2 Jahren Antihormontherapie aussieht. Die Knochendichtemessung bezahlt die Krankenkasse leider nicht, aber es ist glücklicherweise nicht so teuer.

Also werde ich mir demnächst mal einen Termin dafür geben lassen.
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Wie soll ich mich entscheiden?
Ich war eigentlich immer ein Mensch, der sich gut entscheiden konnte und dann auch mit der Entscheidung leben konnte - auch wenn es mal - vorsichtig ausgedrückt - nicht optimal lief. Ich habe mich dann immer gefragt: würdest du es genauso machen, wenn du wieder vor dieser Entscheidung ständest? Und meistens war die Antwort : ja.
Insofern habe ich ein großes Vertrauen darin, dass ich meinen Weg gehen werde, egal, wie auch immer, wo auch immer ich abbiege.
Mein Mann sagte mir gestern wieder einmal: Lass Deinen Bauch entscheiden. Der Bauch weiß immer, was das Richtige ist. Wenn Dein Verstand A sagt, und Dein Bauch grummelt, dann ist was nicht in Ordnung, dann muss man A überdenken (vorausgesetzt, das Bauchgrummeln rührt nicht gerade da her, dass man seit langem nichts mehr gegessen hat...;)).
Denn nichts ist schlimmer, als auf einem Weg zu sein, bei dem man mit sich nicht im Reinen ist.

Dennoch spielen belegbare Fakten immer noch eine große Rolle bei wichtigen Entscheidungen. Ich informiere mich, soviel es eben geht.
Dann geht es ans Bewerten. Trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.
Wenn ich im Internet in Krebs-Foren über den Aussagen Betroffener brüte, dann weiß ich, das sind zumeist jene, denen es eher schlecht geht. Einer, dem es gut geht, schreibt eher nicht in solchen Foren, sondern lebt glücklich sein Leben anderswo. Aber ich weiß nicht, wie viele das im Vergleich zu den Forenschreibern sind. D.h. ich weiß im Grunde nicht, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, genau jene unangenehme Nebenwirkung einer Therapie zu erleiden, von der ich im Internetforum lese.
Dann gibt es Quellen über statistische Auswertungen.
Zum Beispiel:
Von 10000 Frauen sterben 47 weniger an Eierstockkrebs, wenn sie sich prophylaktisch die Eierstöcke entfernen lassen im Vergleich zu nicht Operierten. Aber: es sterben mehr als 800 mehr an Herzkreislauf-Erkrankungen durch die Folgen der Eierstockentfernung.
Quelle: http://www.femica.at/eierstockentfernung/eierstoecke_sind_wichtig/index.htm
Das spricht für mich eindeutig gegen eine Operation, zumal ich ja nicht mal von Eierstockkrebs betroffen bin. Hätte ich Eierstockkrebs, wäre es keine Frage, dann müssten die Dinger raus. Und ich würde mit den Folgen leben lernen.
Die für mich entscheidende Frage ist: wie groß ist mein Risiko eines Rezidivs, wie stark kann ich es senken, durch Zoladex oder durch Eierstockentfernung, und bin ich bereit, dies durch ein erhöhtes Risiko anderer Krankheiten zu erkaufen?
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