Mammografie und Leberultraschall
Gestern nachmittag rief mich die Ärztin nochmal zuhause an, dass heute die Mammografie und Ultraschall gemacht werden soll, nach der Strahlentherapie. Ich war also hin, bekam eine Überweisung in die Hand gedrückt, mit der ich dann in die Radiologie gehen sollte. Die Überweisung las sich haarsträubend. Bekanntes Mamma-Ca, Verdacht auf Metastasen, dringend! Na toll.... Das klingt echt schlimm. Man gut, dass ich weiß, dass da nichts hinter steckt.

Mit dem Arzt, der den Ultraschall gemacht hat, habe ich nett geplaudert - über die Möglichkeiten, aus meinem Wohnort zur Klinik zu kommen. Er schlug vor, mit dem Zug zu fahren, eine Kollegin mache das auch. Ich habe das sowieso erwogen, jeden Tag Parkgebühren zahlen ist ja auch blöd. Und die Wochenkarte im Zug kann man ja auch noch am Wochenende nutzen. Im Zug ist es einfach entspannter. Ich wollte dann aber bis Montag warten, damit ich mit einer Wochenkarte starten kann. Aber nun werde ich morgen schon mit dem Zug fahren - Schicksal hat wieder eingegriffen. Irgendwo auf der Fahrt nach Hause muss ich wohl eine Schraube eingesammelt haben, die den Reifen vorn links angetötet hat :-(

Die Mammografie wurde nur an der linken Brust vorgenommen. Die Schräglage war diesmal besonders unangenehm, weil da auf die Narbe gedrückt wurde. Zum Glück dauert es ja nicht lang. Hinterher (*lach*) musste ich dann noch den Aufklärungsbogen ausfüllen und unterschreiben - was wäre wohl passiert, wenn ich mich geweigert hätte?

Die Besprechung der Mammografiebilder fand aber nicht statt. Die Ärztin sagte, sie kenne sich nicht genügend aus, da müsse jemand anders drauf gucken, und ich bekäme in den nächsten Tagen Bescheid. Nun ja, ich bin ja überzeugt, dass da nix ist, aber so können die nicht mit Patientinnen umgehen, die Angst haben, da könnte was sein! Zumindest der Ultraschall, sagte sie, sei unauffällig, die Anomalie sei durch Narbenbildung aufgrund der Gallen-OP begründet. Sag ich doch die ganze Zeit....

Als ich zuhause war, war ich völlig erledigt. Ich fiel einfach so ins Bett und ruhte mich erstmal aus. Seit heute abend habe ich das Gefühl, unterm linken Arm in der Achsel fühlt sich das wie ein leichter Sonnenbrand an. Na prima, wenn das schon nach 2 Bestrahlungen so ist, wie sieht das dann wohl nach 33 Bestrahlungen aus?
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Erste Bestrahlung
Heute war die erste Bestrahlung. Die Bestrahlung erfolgt mit ultraharten Röntgenstrahlen im MV-Bereich,
(Zur Erläuterung für Nicht-Physiker: 1 MV = 1 Mega-Volt = 1000000 Volt, in dem Bereich liegt die Spannung zwischen der Anode und der Röntgenkathode in der Röntgenröhre. Die Elektronen, die von der Kathode abgestrahlt werden, prallen auf die Anode auf und dort werden die Röntgenstrahlen erzeugt. Die Energie der Elektronen wird in Strahlungsenergie umgesetzt. Je höher die Spannung, desto härter die Strahlung.)
das ist etwa tausendmal energiereicher als die Röntgenstrahlung, die man so aus der Diagnostik kennt. Klar, in der Diagnostik soll ja nichts kaputt gemacht werden, hier sollen die Krebszellen eins auf den Deckel kriegen.

Die eigentliche Bestrahlung dauert nicht lange. Es wird einmal von schräg rechts und einmal von links bestrahlt. Man merkt absolut nichts davon, man hört nur das Brummen des Geräts. In Gedanken weilte ich an einem Strand unter Palmen und stellte mir vor, die Sonne würde mir auf die Haut scheinen und ich würde das Meer rauschen hören.

Die Organisation des Ganzen klappt gut. Heute habe ich erfahren, dass Vormittagstermine vor allem für die Erstbestrahlungen vergeben werden. Morgen muss ich um 13 Uhr da sein. Das ist auch in Ordnung, vom Termin an dauert es nur 20 Minuten, dann ist man schon wieder draußen. Also wäre ich um 14 Uhr locker wieder zuhause (wenn die Bahnschranke nicht gerade unten ist, wie heute). Aber das ist genug Puffer zum Abholen von Eike aus dem Kindergarten.

Vielleicht liegt es an der Art des streng durchorganisierten Betriebs, aber die menschliche Seite kommt mir hier doch wesentlich zu kurz. Nach der Bestrahlung hat mir eine Ärztin noch ein paar Fragen gestellt - im Stehen in der Umkleidekabine. Während mein Frauenarzt eine Mammografie erst im Herbst vorschlägt, wollen die das jetzt schon bald haben. Und den Leberultraschall wollen die noch machen. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass die noch was finden WOLLEN, aber den Gefallen werde ich ihnen nicht tun! *grins*
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Haare :-)
Seit einigen Tagen ist es wirklich deutlich zu spüren (weniger zu sehen): Meine Haare wachsen wieder! Der Kopf ist nicht mehr glatt, es fühlt sich an wie ein Teppich. So manches Haar ist borstig dick, aber die meisten ganz fein wie Flaum. Und blond natürlich. Daher sieht man sie gar nicht. Sie sind vielleicht 2-3 mm lang, meine neuen Haare.

In meinen Gedanken habe ich schon eine freche Kurzhaarfrisur und sehe mich mit einem strahlenden Lächeln. Eine Mutter, die ich vorm Kindergarten traf, sagte, ich seh richtig cool aus mit dem Bandana. Das geht runter wie Öl :-) Bei dem schönen Sommerwetter, das zur Zeit herrscht, muss man einfach gute Laune haben.

Ich war heute in der Stadt und habe für meinen Sohn eingekauft. Der Bursche ist wieder gewachsen, und so viele Sommersachen, die passen, hatte er nicht. Also habe ich mal eben 4 Shorts und 6 T-Shirts gekauft. Und damit Eike so richtig sich freut, habe ich ihm auch neue Filzstifte mitgebracht.

Morgen ist nun der erste Bestrahlungstermin. Ich bin ja gespannt, ob man irgendwas merkt. Hautirritationen wird man sicherlich - wenn überhaupt - erst nach einiger Zeit feststellen. Wollen wir hoffen, dass sich das in Grenzen hält.
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Simulation für die Strahlentherapie
Heute war ich zur Simulation für die Strahlentherapie. Diesmal musste ich gar nicht lange warten - stattdessen ärgerte ich mich, dass ich soviel Geld in den Parkautomaten geschmissen habe.... Man kann es mir aber auch nie recht machen! *g*

Ich musste mich genauso hinlegen wie beim Planungs-CT. Dann wurde ich noch ein bisschen hin und her gerückt, und eine Justierplatte fuhr um mich herum. Es wurden Justierlaser eingerichtet. Als alles eingerichtet war, malte man mich an. Ich seh aus wie ein Indianer auf dem Kriegspfad (nur eben nicht im Gesicht). Okay, andere laufen mit Tattoos rum, ich hab halt Muster aus Edding auf der Brust. Sogar an den Armen haben sie was gezeichnet. Aber da hieß es hinterher, das wäre nicht schlimm, wenn es abgeht. Warum haben sie meine Arme denn erst angemalt? Naja.... Die zwei Frauen hatten offensichtlich verschiedene Methoden, die Anzeichnungen vorzunehmen. Dann habe ich noch ne Ladung Babypuder auf die Brust bekommen, und dann war ich auch schon fertig. Fast. Ein Foto im Liegen und ein (Verbrecher-)Foto vor einer Wand wurde noch gemacht. Für die Ahnengalerie *hust*.

Auf dem Rückweg habe ich dann erstmal im Supermarkt Halt gemacht und Babypuder gekauft. Damit soll ich mich viermal am Tag einpudern. Na, ich denke, dreimal reicht auch. Ich schwitze nicht furchtbar viel.... das heißt neuerdings, wenn so eine Hitzewallung kommt.... okay, ich probier das einfach mal aus. Ich muss halt zusehen, dass die Anzeichnungen nicht verschwinden oder verschwimmen.

Nächsten Dienstag ist es dann schon soweit. Vormittags um 10:40 Uhr habe ich meine erste Bestrahlung. Die Zeit ist super, finde ich, wenn es dabei bleibt, bin ich sehr zufrieden. Aber die planen ja immer von einem Tag zum anderen, also kann ich mich nicht darauf verlassen.
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